Wohnung Renovieren bei Auszug ?

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  • Zitat aus dem Link "Der Vermieter kann den Mieter nicht darauf verweisen, daß eine Abrechnung erst nach 6 Monaten zu erfolgen habe, er kann allenfalls ein Zurückbehaltungsrecht in angemessener Höhe wegen der noch abzurechnenden Betriebskosten ausüben, wenn dies so im Mietvertrag geregelt ist."

    Steht es so in deinem MV? Ansonsten eben kein Rückbehaltungsrecht. Aber hast ja Recht, ohne Rechtschutz hätt ichs auch nicht drauf ankommen lassen.

    Bei mir hatte der Vermieter damals 600 von insges. 1200 einbehalten und dafür eben Zins gezahlt, ab dem 6. Monat.
    Vernunft ? Davon war nie die Rede !
  • unseren exvermieter interessiert irgendwie garnix... wir warten nun schon 4 Wochen auf unsere Kautionserstattung... bzw. überhaupt die erste nebenkostenabrechnung seit einzug... es sei betont wir sind bereits ausgezogen....
    Elektriker aus Leidenschaft!! :rolleyes:
    Es gibt nichts, was sich nicht mit Isoband und Kabelbinder reparieren lässt. :mua
  • Das mit der Nebenkostenabrechnung ist recht einfach. Die ist am 31.12. des Folgejahres verjährt. Da die meisten Leute nachzahlen müssen, ist das sicher auch in deinem Fall von Vorteil. Bei meiner Tante kam auch einmal die Abrechnung erst im Februar und damit ein paar Tage zu spät. Pech gehabt.
    Wer gegen den Strom schwimmt hat viel zu schlucken.
  • Ich muss meinen Thread nochmal aufgreifen, weil der alte Vermieter immer noch Stress macht und ich echt nicht mehr weiß, wie ich die Sache angehen soll. Vor allem, weils nicht mich, sondern unsere 84jährige Tante betrifft und ich den Ärger eigentlich vermeiden wollte.

    Aber mal der Reihe nach, Wohnung wurde, wie weiter oben steht, ordnungsgemäß Ende März 2013 übergeben. Die Kaution haben wir immer noch nicht. Jetzt kam für 2013 die letzte Nebenkostenabrechnung und ich habe gefordert das Kautionssparbuch auzuhändigen, weil die das "großzügigerweise" mit der Nachzahlung verrechnen wollten. Das habe ich abgelehnt, da die Kaution höher ist als die Nebenkostennachzahlung. Und nun kommt kackefrech die Antwort, man würde das Sparbuch nicht rausrücken, weil auch für 2014!!!!! noch eine Nachzahlung zu erwarten wäre. Man habe das alles bereits an einen Anwalt übergeben und wir sollen uns bitte nur noch dorthin wenden.
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  • Klar stinkt das, aber die setzen den Anwalt von der Steuer ab und grinsen nur. Ich werde dort mal anfragen, was der Unsinn soll. Parallel bin ich am überlegen, ob ich zur Steiegerung des Spaßfaktors mal Anzeige wegen Unterschlagung des Kautionssparbuchs stelle, kostet nichts, erhöht aber die Stimmung. Ich habe auch nicht vor, ehe das geklärt ist, auch nur einen Cent der an sich berechtigten Nebenkostennachzahlung zu überweisen.
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  • Von der teils schnoddrigen und fehlerhaften Schreibweise im weiter oben verlinkten "Mietsrechtslexikon" und den immer wieder relativierenden, also unverbindlichen "Meines Erachtens"-Einlassungen des Autors dort abgesehen, wird deutlich:

    1. Eine Einbehaltung der Kaution für zu erwartende Betriebskostennachzahlung ist nur ANTEILIG erlaubt, und dieser Anteil muss vom Vermieter zeitnah erklärt werden, unabhängig davon wann er gewöhnlich die nächste Abrechnung erstellt. Andernfalls gerät er für die Gesamtkaution in Verzug, wenn Ihr deren Auszahlung schriftlich angefordert und angemahnt habt. Die Höhe des Anteils muss er durch eine Überschlagsrechnung plausibel machen. Da Ihr die Wohnung wohl im 2. Quartal 2013 übergeben habt, dürfte dieser Anteil nicht besonders hoch sein. Der ganze Rest der Kaution wird zur Auszahlung fällig.

    2. Der Vermieter teilt mit, den Vorgang einem Juristen übergeben zu haben. Das zwingt Euch, selbiges zu tun, um "Waffengleichheit" herzustellen, sonst kommt Ihr unter die Räder. Es hat den Anschein, dass dieser Vermieter mit falschen oder zumindest mit gezinkten spielt.

    3. Wenn die Wohnung in 2013 übergeben wurde, sinsd selbstverständlich für 2014 keine Nachzahlungen zu erwarten. Wer das behauptet, will einschüchtern oder deutet an, dass er unlauter arbeitet. Auch hier ist anwaltliche Hilfe unbedingt geraten.

    Eine Beratungsstunde bei einem Mietrechtsanwalt ist nicht teuer. So wie Du die Fakten darstellst, sehe ich gute Chancen, dass die Sache in Eurem Sinne geklärt wird. Die Anwaltskosten zahlt dann der Vermieter. Aber wie gesagt, lass Dich beraten bevor Du selber irgendwelche "reaktionären Spielchen" anstellst. Die können in die Hose gehen, kosten Dich nur Geld, und verbauen Dir den Weg einer ordentlichen juristischen Auseinandersetzung.

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Uli ()

  • Die Wohnung wurde am 31.03.2013 übergeben, das war der letzte Tag des Mietverhältnisses. Der Winter 2012/2013 war heftig, deshalb fällt die Nachzahlung ziemlich hoch aus, ist aber soweit ich das überblicken kann, in Ordnung so. Der Vermieter erstellte die Abrechnungen immer erst Ende Dezember des Folgejahres, also auf den "letzten Pfiff" wie man so schön sagt. Demzufolge haben wir Ende Dezember 2014 erst die Abrechnung für die 3 Monate 2013 bekommen. Bis hierher ist rechtlich alles ok.

    Die Nachzahlung beläuft sich auf 560€, die hinterlegte Mietkaution beträgt knapp 650€. Rein netto würde unsere Tante also rund 85€ rausbekommen. Wie man jetzt drauf kommt, dass selbst dieser Betrag nicht ausbezahlt werden soll, weiß ich noch nicht, das werde ich zunächst bei dem Anwalt erfragen. Selbst zu einem Anwalt zu rennen, ist aufgrund der geringen Summe fast sinnlos, allein die Erstberatung ist teurer als diese 85€. Um mehr gehts ja letztendlich nicht. Bestenfalls kommt da eine Beratung bei der Verbraucherzentrale oder einem Mieterverein in Frage.

    Deshalb war mein Gedankengang, entweder jetzt gar nichts zu bezahlen, oder zu bezahlen und dann eine Strafanzeige wegen Unterschlagung des Sparbuches zu stellen und ggf. noch wegen Betrug. Das kostet nichts.

    Aber zuerst telefoniere ich mit der Anwealtskanzlei und danach werde ich entscheiden, was weiter zu tun ist.
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  • Nachtrag:

    Ich habe jetzt eine Erklärung, was die wahrscheinlich wollen. Jetzt wirds wirklich etwas kompliziert und ich bin damit dann sicher im falschen Forum. Ich versuchs mal in Worte zu fassen, da ich jetzt das Schreiben hier hab, was die unsrer Tante geschickt haben.

    1. Eigentlich ist am 31.12. des Folgejahres alles erledigt, was Nebenkosten betrifft.
    2. Muss 2010 oder 2011 gewesen sein, da kam auch die Abrechnung wie immer erst am 31.12. und sie sollte rückwirkend ab Oktober 50€ mehr Nebenkosten voraus zahlen. Das haben wir abgelehnt und dann einfach ab Januar mehr bezahlt.
    3. Wahrscheinlich diese Abrechnung für dieses Jahr war es, die dann erst im Januar, also zu spät, bei uns eingetrudelt ist und die wir komplett nicht bezahlt haben. Demzufolge stehen diese 150€ Vorauszahlung noch im Raum für den Vermieter.

    Ob das rechtens ist, steht wieder auf einem andern Blatt.
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    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Baumschubser ()

  • Ja, Du hast Recht, jetzt geht es tief in die Jura, und da sind wir alle blutige Laien.
    Da steht nämlich auch gleich im Raum, ob eine rückwirkende Erhöhung der Nebenkosten überhaupt rechtens ist oder nur mit Zustimmung der Mieter. Hier kommt es - neben Standard-Rechtssprechung - auf den Wortlaut des Mietvertrages zur Nebenkostenvorauszahlung an.

    Mit einer Abrechnung für das Mietjahr 2014 hat das aber garantiert nichts zu tun. Das ist eine Altforderung. Das eröffnet gleich das nächste Feld: Wann und wie erneut gefordert? Verjährung?

    Tja, doch was für die Juristen.

    EDIT:
    Ich frage mich was ein Vermieter davon hat, die NK-Abrechnung bis zum Extrem rauszuzögern. Durch die in den letzten Jahrzehnten ständig gestiegenen Energiekosten ist doch regelmäßig mit Nachzahlungen seiner Mieter zu rechnen. Warum verzichtet er mehr als 12 Monate auf das Geld, was er auf der anderen Seite für den Einkauf der Energie bereits ausgegeben hat? Wirtschaftlich ist das jedenfalls ziemlich unsinnig.

    Ach ja, dass dem Mieter auch die Zinsen aus der Kautionsanlage zustehen, ist ja inzwischen allgemein bekannt. Die Verzinsung berechnet sich jährlich. Je nachdem, ob Deine Tante dort gemietet hat, also auch in Jahren mit besserem Zinsniveau als heute. Und die Zinsen berechnen sich bis zum dem Tag der Auszahlung, nicht dem Eures Auszugs. Wenn schon pingelig sein, dann richtig :)

    Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von Uli ()

  • Die Zinsen sind gering. Sie hat da ich glaub 5 Jahre gewohnt, das war ein normales Kautionssparbuch bei der Sparkasse. Hinterlegt waren knapp 650€, lass es 1,5% Zinsen sein, vielleicht auch 2%. Das sind Peanuts.

    Warum die die Abrechnung bis zum letzten Tag hinauszögern, weiß ich nicht. Klar ist das sinnlos, zumal ja erhebliche Nachzahlungen immer fällig waren.
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