Warum der Cougar aussterben wird

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  • Warum der Cougar aussterben wird

    Nach langer Zeit der Absenz (aus überwiegend privaten wie auch beruflichen Gründen), habe ich mir heute mal wieder die Zeit genommen, die Beiträge hier im Forum zu studieren. Auch der persönliche Dialog mit einigen (wenigen) verbliebenen Cougar-Besitzern hat mich dazu bewogen, mal wieder einen Beitrag zu verfassen.

    Ja, es gibt schon einige Threads à la "Was wird Euer nächstes Auto nach dem Cougar?" oder "Ersatzteile-Sammelthread", aber ich möchte dennoch diesen Thread hier ins Leben rufen, um zusammenfassend meine Sicht der Dinge darzustellen.

    Fakt ist, dass die Anzahl der Cougar-Besitzer weiter drastisch sinken wird. Logisch, denn leider altern die Autos unaufhörlich. Die Misere, warum viele der verbliebenen Cougarier ihr Auto nicht weiter halten werden, ist schnell erklärt: Die vielfach diskutierte, hundsmiserable Ersatzteilversorgung und die Verleugnung des Autos durch den Hersteller (bzw. Vertreiber), nämlich Ford, sorgt dafür, dass viele nicht mehr gewillt sind, Geld in ein Auto zu stecken, das es leider nicht zum Klassiker gebracht hat. Während der Capri zur damaligen Zeit einschlug, konnte keines der Ford-Coupés, die daraufhin von Ford vertrieben wurden, an den Erfolg anknüpfen.

    Der Tod auf Raten lässt sich also wie folgt zusammenfassen:

    1.) KEIN Kultauto - kein Restwert - keine Bereitschaft, Geld in das Auto zu investieren
    2.) EXTREM schlechte Ersatzteilversorgung seitens Ford - bei kritischen Teilen der sichere Tod
    3.) Schon für damalige Verhältnisse keine adäquate Leistung. Ein Auto mit 131 oder 170 PS lockt trotz sportlichem Aussehen niemand hinter'm Ofen hervor
    4.) Das hohe Fahrzeugalter der verbliebenen Fahrzeuge, beginnender Rost in Falzen, Radkästen etc.
    5.) Für heutige Verhältnisse angesichts der Leistungsdaten zu hoher Verbrauch für Alltagsnutzung
    6.) Wenig Tuningteile, wenig Möglichkeiten zur Individualisierung des Autos

    Für mich ist -abgesehen von vorgenannten Punkten- Ford als Marke auch uninteressanter denn je geworden. Gezielt möchte man nun die ältere Generation ansprechen, bringt sogar sportliche Modelle nur noch als 5-Türer auf den Markt. Es gibt kein Coupé mehr von Ford (und wird es auch nie wieder geben) und nichts mehr, was ein Alleinstellungsmerkmal darstellen würde.

    Ich bin BMW 3er Coupés (Basis E90) gefahren und muss sagen, dass die Verarbeitungsqualität, die Agilität und das ganze Handling eine gehörige Ecke besser ausfällt als bei aktuellen Ford-Modellen. Der Mondeo mag ein ausgereiftes Fahrzeug sein - emotional spricht mich ein 3er doch wesentlich mehr an, zumal es diesen als 6-Zylinder gibt.

    Ford fährt sich gerade selbst ins Abseits. Die Proteste nach der Werksschließung in Genk sind repräsentativ für die kritische Situation im Konzern und das verkorkste Marketing meiner einstigen Lieblingsmarke.

    Ja, der Cougar wird immer was Besonderes für mich sein. Er wird auch in Zukunft Emotionen wecken und mich an schöne Zeiten erinnern. Aber ich bin Realist und weiß, dass mich der Spaß Unmengen Geld gekostet hat und man mir unterstellen könnte, dass ich aufs falsche Pferd gesetzt habe (in Bezug auf die Ablehnung, die Ford gegenüber dem Modell entwickelt hat).

    Ford bringt B-MAX und Co., aber kein Auto mehr, das Emotionen wie einst der Puma oder der Cougar weckt. Wie bitter, wenn man vom Anhänger der Marke regelrecht zum Hasser der gegenwärtigen Politik wird.

    Aber nun zurück zum eigentlichen Thema: Es wird spannend werden, zu sehen, wie viele Cougars noch bewegt werden und was mit den letzten Autos geschieht. Fakt ist, dass bald nur noch wirklich eingefleischte Fans einen Cougar ihr eigen nennen können. Als Alltagsauto scheidet das Auto (wie oben schon beschrieben) aus, weil spätestens bei 200.000 km auf der Uhr Teile ausfallen. Die jüngsten Modelle haben nun auch schon ihre 11 Jahre auf dem Buckel. Werden sie im Winter bewegt, dann werden sie unweigerlich mit Rost zu kämpfen haben - unabhängig davon, wie gut sich der Besitzer um das Fahrzeug gekümmert hat.

    Ich bin ehrlich: Auch ich träum(t)e von einem Cougar, den ich irgendwann mit H-Kennzeichen bewegen werde. Aber bis dahin ist es ein derart steiniger Weg, dass niemand weiß, ob das noch möglich sein wird. Die gesetzlichen Regulierungen werden ihr übriges tun (Abgasgrenzen, Umweltzonen etc.), um einem Youngtimer das Leben schwer zu machen.....

    Silke wird ja sicher Anfang 2013 die zu diesem Zeitpunkt aktuellen Zulassungszahlen in Bezug auf den Cougar veröffentlichen. Würde mich nicht wundern, wenn wir schon bei knapp 6.000 oder sogar weniger Autos landen würden.

    Dennoch: Bei all dem Negativen, was ich in diesem Thread geschrieben habe, möchte ich anmerken, dass allein das Kennenlernen der Cougarszene (speziell auf den Borken-Treffen) schon vieles wettgemacht hat. Ich habe viele interessante und total sympathische Menschen kennengelernt. Ich glaube, eine schönere und nettere Szene als die der Cougarier wird man selten finden. Insofern war es schonmal was wert, den "Cougar-Wahn" miterlebt zu haben.

    Und es bleiben noch die Cougar-Borken-DVDs, die man sich an kalten Wintertagen anschauen kann, damit einem warm ums Herz wird.

    In diesem Sinne......
    Genuss ist die schönste Form der Daseinsbewältigung,
    Dekadenz hingegen die schlimmste Form des Realitätsverlustes!

  • Eins vorweg, ich habe zwar keinen Cougar, aber fühle aus eigener Erfahrung mit euch :(

    Cougarius schrieb:

    . Aber mittlerweile verhält es sich so, dass wir Cougar-Fahrer 10 Jahre nach Einstellung unseres Autos schon viele Teile nicht mehr neu auftreiben können. Das fängt bei lapidaren Dingen wie Türgummis an und endet nun bei elementaren Teilen wie Stabilisatoren.


    Dass das Teileproblem wohl das schwerwiegendeste ist, liegt klar auf der Hand, die elektrischen Komponenten,
    die ja im Cougar zu Hauf vorhanden sind, tragen zu den Komponenten wie Blechteilen sowie Scheinwerfer/Rückleuchten, dann auch noch ihren Beitrag dazu bei.

    Daher ein großes LOB an euch Cougarfahrer und bewahrt euch die Leidenschaft zu eurer Katze ;)
    Ich wünsche es jedem von euch und hoffe dass auch einige denn steinigen Weg zum H-Kennzeichen schaffen.

    Ich bin auch ein Probe-Fan und da sieht es ja auch nicht besser aus. Das ist auch schade, genauso verhält es sich mit dem Puma.
    Daher wird mir regelrecht warm ums Herz, wenn man so einen Cougar wie den vom Moso sieht, eine schöne Story ;)
    Moso's Cougarthread

    Und auch ich bin davon betroffen, denn mein Herz hängt an den Mondeo MK1, vielleicht haben ja schon einige den Beitrag zum Erhalt des MK1 gefunden.:)
    Zurzeit muss ich einen 96er schlachten, da der Rost ihn zerfressen hat und gleichzeitig versuche ich einen 93er fast Youngtimer mit Motorschaden neues Licht einzuhauchen.

    Schlimm dabei sind die porösen kaputten Kabelbäume. Auch beim MK1 ist die Elektronik das, was ihn fertig macht.
    Genauso wie beim Cougar, sind manche Teile nur noch aus Restbeständen zu bekommen.
    Kann man diese nicht beschaffen, da kein Hersteller die nachbaut, ist spätestens beim Tüv Schluss mit dem treuen Begleiter.

    Entschuldigt mir, wenn ich ein wenig abgewichen bin, aber den Cougar und den Mondeo verbinden ja einige Teile.;)
    Die Leidenschaft,der Entusiasmus, und meine Liebe zum MK1 sowie eure Zusprüche und Bewunderung sind mein Antrieb um soviel Geduld ,Zeit und Geld für die Erhaltung des MK1 zu investieren.

    Ich denke euch geht es nicht anders und dabei ist der Zusammenhalt und die Hilfe untereinander das wichtigste :)

    Gruß mustang
    "Save the MK1 - es werden täglich weniger" :bier
  • Vielen Dank für Deinen Beitrag. Wie interessant, dass Du mit dem MK1 bereits auf die gleichen Probleme stößt. Immerhin wurde der Mondeo MK1 ja wesentlich öfter produziert als der exotische Cougar. Schon schlimm, wie schlecht die Teileversorgung seitens Ford vonstatten geht.

    Vor dem Cougar war ich auch stolzer Besitzer eines schönen MK1, den ich ein wenig verspoilerte. War ein top Auto, das dem Cougar nur deswegen wich, weil ich leider zig Unfälle mit dem Wagen hatte. Mir fuhren insgesamt 3 Leute hinten auf.


    Das mit den Kabelbäumen könnte beim Cougar echt ein Problem werden. Hoffentlich leben die länger als ich befürchte.....
    Genuss ist die schönste Form der Daseinsbewältigung,
    Dekadenz hingegen die schlimmste Form des Realitätsverlustes!

  • Die Hoffnung mit den Kabelbäumen kann ich euch jetzt schon nehmen die sehen besser aus als Sie in Wirklichkeit sind. Bei solchen raren Fahrzeugen ist es um so wichtiger das es ein paar wenige Leute gibt die sich zusammen tun, fahrzeuge schlachten und für enthusiasten dann auch noch bereitstellen. Für so eine Szene ist ein Privates Teile- / Erfahrungsnetzwerk unabkömmlich.
    Von daher schau ich mal wie lange meiner gehalten werden kann.
  • @Cougarius: eine schöne Stufe war das ;) Den ich schlachte ist auch eine Stufe.:(

    Spätermal wird es bestimmt nicht so einfach, einen Mondeo MK1 oder Cougar zu sehen, der noch gut in Schuss ist.
    Zumal, wenn er dann ein "Oldie" ist.

    Denn die Wahrheit sieht zum Beispielt beim Mondeo so aus, dass weil es den MK1 so oft gibt, die meisten einfach nur gefahren werden und
    ihr dasein dahintristen. Oder sie werden vielmehr total verbastelt.
    Man würde meinen, so oft wie es ihn gibt, sind die Teile zu Hauf vorhanden.

    Die Realität glaubt kaum niemand, aber so manche Teile die ich Suche, finde ich erst nach langer Zeit.
    Meist sind auch diese Teile fast bei jedem kaputt.

    Nur mal zwei Beispiele:
    Die Tachoblende, wo fast bei jedem die Materialermüdung bei den Verstellern der Lüftungsdüsen früher oder später eintritt.

    Der Zündungskabelbaum, wo bis mitte 95 das Mischungsverhältnis der Isolierung nicht so gut war.
    Die Folge: alles wird brüchig und offene Stellen sind an der Tagesordnung.

    Nur die Kabel der letzteren MK1 hatten da bessere , die auch bis heute halten (können).
    Diese zu bekommen, ist nicht einfach, denn es gab sie nur im letzten Jahr des MK1.
    Der MK2 hat da wieder viele andere Stecker, wo man wieder einiges ändern müsste.

    Da der Cougar ja 1998 startete, wird das Problem wenigstens nicht so schnell zu Hauf eintreten, denke ich :)
    Das ist zwar nur ein schwacher Trost, aber man hat vielleicht die Möglichkeit, schonmal daran zu denken und
    den ein oder anderen Kabelbaum zu sichern.

    Gruß mustang
    "Save the MK1 - es werden täglich weniger" :bier
  • @ Cougarius

    1. Schön geschrieben.

    Mein Kommentar/Anmerkungen dazu lautet, zunächst zu Deinen 6 Punkten

    Zu 1.) stimme ich Dir zu. Auch ich habe mir ein Limit gesetzt, obwohl meine Katze noch gut im Futter steht.
    Zu 2.) kann ich nichts sagen. Was bisher verschlissen war, konnte besorgt werden, war aber auch nicht viel/nichts gravierendes.
    Zu 3.) Sehe ich nicht so. 170 PS sind ausreichend, ich will keine Rennen fahren, der normale "Bürger" weiss eh gar nichts über dieses Auto und bei den heutigen Spritpreisen überhole ich mehr als mich überholen.
    Zu 4.) Bin kein Profi. Sehe aber keinen Rost ausser an der Auspuffanlage und eine stecknadelgrosse Blase Nähe Tankdeckel. Wird jetzt aber beseitigt. Letzte Inspektion/TÜV (Juni) wurde mir "guter Zustand" bescheinigt.
    Zu 5.) 170 PS, 1,5 Tonnen, 9,5 - 10,5 Liter sind zu hoch ? Sehe ich anders. Ich kann auch nicht den Verbrauch/Preise von heute mit 1999 vergleichen. Würde der Sprit einen Euro kosten, kämem gar keine Klagen, oder ?
    Zu 6.) Uninteressant für mich. Original = schön genug.

    Sicher hat mein Auto erst 55.000 km auf dem Tacho, sicher wird er ständig gewartet. Vermerk an mich: diese Woche nochmal waschen....Textilstreifen, versteht sich.
    Ich war gestern zufällig bei Ford. Einer der Angestellten wollte ihn für seinen Sohn sofort kaufen, selbst für mehr als Schwacke (dafür bekommt ihn auch keiner, lol). Wenn er weggeht, dann erstmal hier im Forum, wobei ich vermute, dass das nichts wird, der Bedarf/Interesse schrumpft, die Farbe ist auch nicht jedermanns Sache. Leider hatte ich damals keine Wahl.
    Das negativ Beispiel (just for fun gefragt) schreibe ich auch kurz: anderer Ford Händler bot mir 2.000,- Euro. Habe ihn ein wenig ausgelacht und gefragt, ob er von einem anderen Planeten stammt. Zu Zeit sind ca. 3.500,- Euro realistisch. Nicht mehr viel, aber ggfs. akzeptabel für mich. Mein Cougar war von 27 Auto das am längsten gefahrene und hat mich nie im Stich gelassen (von meiner Blödheit mal abgesehen).

    Dierk
  • Hallöle!

    Ich stimme allem zu - leider ist der Cougar kein Kultauto - aber immer noch ein Hingucker!

    Über die Mondeoschiene sind noch diverse gemeinsame Teile zu beziehen - zu Beginn meiner Cougar Zeit (vor 8 Jahren) gab es ja noch nicht mal welche auf dem Schrottplatz!

    Und das Ford kein Auto hat das Emotionen weckt ist falsch!!

    Da ist der Mustang - leider Massenware - aber ein Auto mit Flair und Charakter!

    Tja, und da wäre noch mein neuer - ein Focus RS MK2 (Frost weiß, tiefer, MTB Stage1=350,93PS bei 490Nm lt. Prüfstand, alles außer Tempomat), ich denke das dieser wie jeder RS einen Kultstatus erreichen wird und er ist Emotion pur!!

    Aber mein Cougar lebt dennoch weiter da ich ihn meiner Partnerin geschenkt habe! Und er wurde immer gehegt und gepflegt - TOP Zustand - ok, Klima geht nicht!
    Ansonsten alles was kaputt gehen kann wurde getauscht, Antriebswellen(beide), Lima, WaPu, IMRC, Bremsen auch gerade neu, Ventildeckeldichtungen, neues Blech am Radkasten hinten Rechts eingeschweißt, mehrmals mimimale Korrosionsblasen beseitigt und fachgerecht lackiert) Und er schnurrt immer noch, trotz der ewigen Gefahr der Motorschäden, hat er bisher 165000 km auf dem Fell!

    Grüße an alle!
    Christian
    Disce quasi semper victurus; vive quasi cras moriturus
    (Lerne als ob du ewig leben würdest, lebe als ob du morgen sterben würdest)
  • You never walk alone - und Cougi for ever

    Ich habe schon mehr Geld an original Ersatzteilen in meinen Cougi reingesteckt, als er vor zwei jahren gekostet hat.

    Und das waren kanpp 3000 Euro.

    Manchmal erwischt mich meine Tochter oder meine Mutter dabei, wenn ich mit meinem "Cougi" rede und ihm sage, dass er es gut bei mir hat und obwohl er Macken hat, nicht verkauft wird.

    Der Cougi ist kein seelenloses Blechteil aus Wolfsburg oder Ingolstadt, er lebt.

    Das macht ihn so toll.

    Und, es ist ein unbeschreibliches Gefühl, zum Beispiel auf dem Ring um Rotterdam auf einmal von zwei anderen niederländischen Cougis ein Stück des Weges auf dem Weg an die Nordseeküste eskortiert werden.

    Sicher, er ist nicht mit einem BMW oder Mercedes zu vergleichen.

    Aber, viele Sternträger sind schier verzweifelt, wenn mein Cougi mal richtig Luft geholt hat und seine V 6 Endgeschwindigkeit nach langem Anlauf erreicht hat.

    Letztlich musste das auch ein V 12 Passat-Fahrer einsehen, als ichr laut GPS bei 235 kmh die A 31 befuhr und er nich wusste, dass das das Ende der Fahnenstange war und sein Teil drosselte.

    Die Hingucker in ländlichen Gebieten entschädigen mich auch für die realtiv hohen Spritkosten.

    Wer einen V 6 Cougi fährt, der weiß, dass man im ständigen Stadtverkehr auch mal leicht bei 14 Liter landet.

    What shalls....

    Einen geilen Fahrspaß, einen Hingucker, ein absolutes Feeling und das Gefühl der Sicherheit, in einem stabilen und dennoch realtiv sicheren Auto zu sitzen, kann man mit Geld nicht bezahlen - und - für alles andere gibts doch die Mastercard.

    Cougi, you never drive allone
  • Eigentlich wollte ich nichts zu dem Thema schreiben, weil ich es für reine Panikmache halte und ausgerechnet von jemandem eröffnet wurde, der einer derer ist, die überhaupt am wenigsten Kosten durch den Cougar hatten (von der Anschaffung mal abgesehen), weil er so gut wie nie gefahren wird.

    Der Cougar wird auf jeden Fall bis auf ganz wenige Exemplare aussterben. Da braucht man auch nicht die Gründe dezidiert erörtern, die eigentlich bei jedem Modell die gleichen sind. Das ist der Lauf der Dinge, dass ein Automodell - egal welches - irgendwann mit zunehmenden Alter ausstirbt. Ich denke mal, dass einige sich auch davon blenden lassen, dass der Cougar selbst in der heutigen Zeit noch realtiv aktuell auschaut und man zumindest designmäßig dem Cougar das Durchschnittsalter von 13 Jahren nicht ansieht.

    Die Technik, Ausstattung und Motorleistung ist zu damaliger Zeit ein umwerfendes Preis/Leistungsverhältnis gewesen. Bei anderen Modellen mit vergleichbarer Ausstattung und Motorleistung hätte man weitaus tiefer in die Tasche greifen müssen. 170 PS sind auch heute noch völlig ausreichend und die meisten Fahrzeuge haben aktuell weitaus weniger, selbst wenn mit heutiger Technik mehr aus einem 2.5 V6 rauszuholen ist. Den Cougar aber mit aktuellen Fahrzeugen/Technik zu vergleichen ist wie Äpfel mit Birnen zu vergleichen oder einen Standard-PC von vor 13 Jahren mit einem Heutigen. Auch ist der Spritverbrauch meines Erachtens nicht sonderlich hoch. Im Gegenteil: für einen V6 mit 2.5 Litern Hubraum halte ich ihn mit einem Ø Verbrauch von 9 - 11 Litern sogar noch für recht adäquat. Der vom R4 mit 8- 10 Litern ebenfalls.

    Klar, die Ersatzteilvorgung ist über die Jahre ein Problem geworden. Aber wen wundert das wirklich? Es war und ist abzusehen, dass von einem Nischenmodell kein unendliches Ersatzteillager vom Hersteller bereit gehalten wird bzw. neue Ersatzteile mit abnehmendem Bestand teurer werden und irgendwann gar nicht mehr verfügbar sind.

    Wenn ich aber sehe, dass ein Cougar wegen einer (normal) runtergefahrenen Kupplung bei ~ 180.000 km verschrottet/geschlachtet wird, weil der Besitzer diese Investition für ein ausreichend exisiterendes Verschleißteil bei einem ansonsten gut dastehenden Cougar scheut, DANN tut es mir in der Seele weh. Auch sind manche so blauäugig, kaufen sich einen gebrauchten Cougar und beschweren sich dann, wenn an einem 13 Jahre alten Auto Reparaturen anstehen. Ja geht´s denn noch? Bei welchen Auto dieser Altersklasse stehen denn keine Reparaturen an? Golf & Co sind davor genauso wenig gefeit, wie der Cougar. Im Gegenteil, die haben bei dem Alter oft mehr Probleme als der Cougar.

    Der Cougar wird gerade die nächsten Jahre im Bestand erheblich dezimiert. Das ist der natürliche Lauf der Dinge. Erhalten werden nur wenige Exemplare von echten Liebhabern. Ich persönlich werde meinen Cougar nie verkaufen oder schlachten. Sollte es denn irgendwann unwillkürlich mal der Fall sein, dass er nicht mehr fahrbereit ist oder gemacht werden kann - und der Zeitpunkt WIRD kommen - , dann stell ich ihn in eine Garage und lass ihn in ferner Zukunft als Antiquität wiederentdecken.

    Mittlerweile gibt es übrigens ein paar Cougaristi, die ein Ersatzteillager für gebrauchte Cougarteile aufbauen. Ich selbst habe leider weder die räumliche noch finanzielle Möglichkeit, etwas derartiges aufzuziehen, obwohl ich es gerne würde. Auch wenn das bei den Meisten vielleicht primär aus gewinnorientierten Gründen passiert, gehört dennoch eine gewisse Leidenschaft dazu und ich rechne das den Leuten hoch an. Denn genau das ist es, was die Cougars bzw. deren Liebhaber künftig gut brauchen können. Es trägt dazu bei, dass die Cougars vielleicht nicht ganz so schnell aussterben. Danke Jungs ;)
  • @RedCougar:

    Um ehrlich zu sein, verstehe ich Deine Reaktion nicht, die -ungeschönt- Seitenhiebe gegenüber mir beinhaltet. Ich wollte keine "Panikmache" initiieren, sondern lediglich meine realistische Sicht der Dinge schildern. Mein Thread inkludierte ja nicht nur negative Aspekte (siehe meine Äußerungen über die Cougarszene und Borken etc.), sondern erläutert lediglich, wie es mit dem Cougar weitergehen wird.

    Dass ich ein großer Cougar-Fan bin, dürfte klar sein. Allein die Tatsache, dass ich den Wagen nur selten fahre, regelmäßig warten lasse und ihm viel Sonderzubehör spendiert habe, dürfte eindeutig ein Indiz dafür sein, dass ich alles andere als eine "Cougar-Aversion" habe. Im Gegenteil: Der Wagen war ein Traum und ist es bis heute geblieben.

    Den Äußerungen in Bezug auf den Verbrauch kann ich nicht ganz folgen. Schon zu damaligen Zeiten wurden in der automobilen Fachpresse direkte Vergleiche zwischen BMW 323i (170 PS) und Cougar V6 publiziert. Hier schnitt der Cougar sowohl in Bezug auf Agilität wie auch Verbrauch schlechter ab als das weiß-blaue Coupé aus München. Nicht, dass der Cougar "säuft" wie ein Loch, aber für heutige Zeiten kann man ihn definitiv nicht als sparsam bezeichnen.

    Auch liegt mir nichts ferner, als Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Logisch, dass die Autos von heute qualitativ hochwertiger sind. Ich sprach jedoch vom direkten Vergleich zwischen AKTUELLEN Ford-Modellen und bspw. BMW. Und hier verhält es sich so, dass der BMW 3er mittlerweile nur noch unwesentlich teurer als der Ford Mondeo ist, dem gegenüber aber wesentlich wertstabiler.

    Für seine Zeit war der Cougar gut verarbeitet. Ich weiß nicht, wie es sich bei anderen verhält, aber bei mir klappert oder knistert bis dato überhaupt nichts. Die Spaltmaße waren gut. Habe diesbzgl. nichts auszusetzen.

    Genaugenommen blutet auch mir das Herz, wenn ich mitbekomme, dass manche den Cougar zum Verwerter geben, weil einige Verschleißteile hinüber sind, deren Austausch inkl. damit verbundenem Arbeitslohn den Restwert des Fahrzeugs überschreiten. Genau das ist es, was der Genickschuss beim Cougar sein wird... viele sind sich dessen einfach nicht bewusst.

    In Hinblick auf unsere Cougars werde ich genauso wie Du, Silke, verfahren: Meiner wird solange es nur geht, existieren. Und wenn es nur noch in einer Garage sein sollte. Verkaufen? Niemals! Da müssten schon die Geißens kommen und mir 50.000 EUR bieten. :D
    Genuss ist die schönste Form der Daseinsbewältigung,
    Dekadenz hingegen die schlimmste Form des Realitätsverlustes!

  • SORRY - dem Geissen würde ich auch für 50.000 Euronen meinen Cougar nicht geben!

    Der schmeisst die Katze doch nur so aus Spaß irgendeine Klippe runter - neeeee!

    Und Silke hat schon Recht - für seine 13 Jahre ist der Cougar wirklich gutmütig was Verschleißteile angeht! Und MACKEN - hat jedes Auto. Beim Focus RS platzen in schöner Reihenfolge die Plastikansaugbrücken - die vom Vorbesitzer ist schon explodiert (bei 1,4 Bar Ladedruck - HEFTIG!) Ich werde auf eine Alubrücke umschwenken müssen - naja - ist so teuer wie ein IMRC Wechsel beim Cougar!

    Zum Thema Verbrauch - glaub keinem Testbericht - meinen Cougar V6 konnte ich im Mittel mit 9,5L bewegen und wenn das IMRC funzt auch mit viel Spaß!

    Für damalige Verhältnisse und 2,5L Hubraum bei fast 1,5t respektabel!

    Und ne Kupplung bei 180000km - was will man mehr! Sollte es soweit - wird ne neue reinkommen - vllt keine orginal Ford - weil nochmal 180000 km wäre unrealistisch!

    Wie sagte Walter Röhl mal treffend - Behandle ein Auto nie wie einen Menschen - ein Auto braucht Liebe!! :D

    By the way - Sterben wird mein Cougar nie - er war ein Teil meines Lebens - hat meine Höhen und Tiefen des Lebens begleitet und irgendwie ist er immer noch meiner, wenn auch nicht mehr in meiner Garage!

    Und das Design ist einfach nur umwerfend - eigentlich war der Cougar immer das 300-400 PS Auto so wie der "alte"Cougar der war eben der bessere Mustang mit mehr Kraft und Ausstattung!

    Freut Euch auf den neuen Mustang - 2,3 L EcoBoost Motor 4 Zylinder mit 330 PS - na toll! Soll wohl auch den neuen Focus RS MK3 befeuern!

    4 Zylinder im Mustang?? Booooaahhh!

    Das zum Thema Emotionen und Ford Autos!
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    Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von MalSchauen42 ()

  • Naja, Du hast wohl Recht.... 50.000 vom Geißen mag zu wenig sein :D Wirklich nicht auszuschließen, dass der Kasper den Cougar eine Klippe runterspringen lässt..... da würde einem ja das Herz in der Brust zerrissen werden.

    Insgesamt macht die Technik ja einen recht robusten Eindruck. Bin halt mal gespannt, was im April, wenn ich die Katze wieder zu neuem Leben erwecke, auf mich zu kommt. Die Klimaanlage geht nicht mehr und meine ZV auf der Fahrerseite hat den Dienst quittiert (ich habe diesbzgl. einen Thread hier eröffnet). Scheinbar stimmt mit dem Schloss oder der Doppelverriegelung irgendwas nicht mehr. Auf alle Fälle habe ich jetzt schon Angst, dass irgendein Teil, das ausgefallen ist, schwer zu beschaffen sein wird. Naja, und billig wird der Spaß wahrscheinlich auch nicht. So ist das eben, wenn man ein 12 Jahre altes Auto fährt. Trotz aller Pflege....

    Wir werden 2013 den nächsten Statusbericht von Silke erhalten, wie viele Cougars noch auf deutschen Straßen unterwegs sind. Wie ich schon schrieb, würde es mich nicht wundern, wenn es weniger als 7.000 Autos wären.

    Das Problem (und das war auch der Grund, warum ich den Thread eröffnet habe) ist, dass sich viele des ideellen Wertes eines Cougars nicht bewusst sind und ihn aus reinen Kostengründen lieber entsorgen werden als wieder instandzusetzen. Der niedrige Restwert ist das Kernproblem. Ein Blick in AS24 oder mobile genügt, um mit Schrecken festzustellen, dass selbst gepflegte Modelle mit wenig km auf der Uhr nur noch einen Appel und ein Ei kosten.

    Auch mich fasziiert die Form des Cougars bis heute. Wie ich schon schrieb: Ford baut einfach keine sportlichen Autos mehr. Sorry, aber 4-Türer ST-Modelle sind nicht das, was ich unter "Sportwagen" verstehe.
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    Dekadenz hingegen die schlimmste Form des Realitätsverlustes!

  • Also um mal meine sicht der Dinge auszusprechen, ich selbst bin seit nunmehr fast 5 jahren Puma fahrer und verrück nach der "kleinen" Katze, klar habe ich hin und wieder geflucht da man durch die seltenheit des Fahrzeugs kaum teile auf einem Schrottplatz findet und selbst manche Ford Werkstätten vor einem kleinen Rätsel stehen was da Gerade auf ihren Hof gefahren ist aber wie hier schon erwähnt wurde die Blicke auf solch einen Exoten sind unbezahlbar und nun nachdem der Focus Stufe meiner Freundin eine unangenehme begegnung mit einer A-Klasse hatte, hat sie sich nach langen suchen in einen Cougar verliebt den sie nun ihr eigen nennt. Es werden sicherlichen viele großkatzen in nächster zeit "sterben" aber es werden auch einige Cougars neue liebhaber/innen finden und gehegt und gepflegt. Die Ersatzteilpreise bei Ford und die Werkstattkosten sind hoch das sehe ich ein aber wenn man einen Mechaniker an der Hand hatt der das ganze für ne Kiste Bier oder ein 4-Gang Abendessen erledigt dauert es sehr lange bis die Reperatur den Restwert Übersteigt.
  • Der größte Traum war und ist der Cougar ST200. Das ist WIRKLICH eine Rarität und zugleich ein sportliches Auto. Die mehr als 200 PS stehen dem Cougar sicher gut. Mensch, was wäre nur gewesen, wenn Ford den ST200 regulär vertrieben und GESCHEIT BEWORBEN hätte...?! Wir werden es nie erfahren....

    In Bezug auf das Thema "sterben" ist ja bekannt, dass bis auf 2 Exemplare alle ST200er getötet wurden...
    Genuss ist die schönste Form der Daseinsbewältigung,
    Dekadenz hingegen die schlimmste Form des Realitätsverlustes!

  • Ich bin BMW 3er Coupés (Basis E90) gefahren und muss sagen, dass die Verarbeitungsqualität, die Agilität und das ganze Handling eine gehörige Ecke besser ausfällt als bei aktuellen Ford-Modellen. Der Mondeo mag ein ausgereiftes Fahrzeug sein - emotional spricht mich ein 3er doch wesentlich mehr an, zumal es diesen als 6-Zylinder gibt.


    Wie kann man BMW ins Verhältniss zu Ford setzen?
    Das sind ganz andere Kategorien und die können null verglichen werden.
    Vorallem baut BMW die besten 6-Zylinder, gar kein Möglichkeit das mit Ford zu vergleichen.
    Schritt 1: Auto kaufen
    Schritt 2: Auto umbauen
    Schritt 3: Auto verkaufen
    Schritt 4: siehe Schritt 1
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    Ob's Sinn macht? Keine Ahnung :denk ... aber Spaß macht es auf jeden Fall!! :schalt