225/50R16 auf Cougar Original-Felge (1) 1.0.0

RedCougar -

Das Prozedere, um 225´er Reifen auf Cougar Originalfelge eingetragen zu bekommen

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Das Original wurde eingetragen von smolny am 19.07.2007

Hier meine Erkenntnisse und Erfahrungen (etwas ausführlicher für Leute wie mich, die bisher noch nie Umbauten beim TÜV eintragen mussten):

Nahezu alle großen Reifenhersteller liefern problemlos Herstellerbescheinigungen/Reifenfreigaben/Bestätigungen - sie werden bei
jedem Hersteller anders benannt.
Ich habe mir folgende 2 Varianten ausstellen lassen:

• Bridgestone 225/50 R16 92W RE050 (wie auch der Thread-Starter): Einfach unter der auf der Homepage Die richtigen Auto- und Motorradreifen finden - Bridgestone Deutschland genannten Telefonnummer anrufen und das Anliegen schildern. Ich wurde sofort zu einem Techniker durchgestellt, der einige Daten abfragte. Am nächsten Tag war die Bescheinigung in meinem Briefkasten.

• Dunlop 225/50ZR60 SP Sport 9000: Dunlop macht's einem noch bequemer. Auf der Homepage kann man über ein Formular Bestätigungen anfordern - natürlich muss man einige Fahrzeugdaten eingeben. Diese kommt dann einige Stunden später per PDF zugesendet.

Wie gesagt, für andere Hersteller oder auch andere Reifentypen der obigen Hersteller gibt's wahrscheinlich auch Freigaben auf Anfrage. Ab zum Reifenhändler - der konnte mir die Dunlop komplett für 500,- Euro anbieten. 300,- Euro billiger als die 215er

Allerdings muss man für die 300,- Euro auch noch etwas arbeiten - und etwas vom gesparten Geld geht auch noch weg:

Beim TÜV wird eine Begutachtung nach § 19 (2) / 21 StVZO durchgeführt. Der Prüfer schaut sich die Freigängigkeit der Reifen an - ohne Tieferlegung, ohne Spurplatten etc. war das kein Problem. Das ganze kostet 43,19 Euro (Stand 17.07.2007, TÜV Süd). Mein Prüfer hat noch schnell den Taschenrechner gezückt und kam auf einen veränderten Umfang von 1,6%-1,7% - je nachdem, wie günstig/ungünstig man die Herstellungstoleranzen des Reifenherstellers auslegt. Das bedeutet: Tachovergleichsmessung!

Bei der Tachovergleichsmessung war das einzige Problem, in der Nähe einen Bosch-Dienst zu finden, der diese auch durchführt (und natürlich
die Kosten). Der Bosch-Dienst (O-Ton "1,7% Abweichung? Da gibt's bestimmt keine Probleme...") konnte dann auch nur ermitteln, dass mein Tacho mit dem neuen Umfang nun fast geeicht sei (nur noch 2% Abweichung!). Kosten: 55,- Euro

So gab's dann auch das begehrte Gutachten problemlos.
Fertig? Schön wär's... nun darf ich auch noch die Zulassungsbescheinigung (aka "Fahrzeugschein") anpassen lassen und mir also einen dieser neuen Dinger geben lassen. Das mach ich morgen. Kosten: mind. 11,- Euro (morgen weiss ich mehr).

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Ein paar Daten - falls man's für den TÜV-Prüfer braucht:

215/50 R16: Abrollumfang 1895mm
225/45 R16: Abrollumfang 1857mm (-38mm zu 215/50R16 = -2%)
225/50 R16: Abrollumfang 1926mm (+31mm zu 215/50R16 = +1,6%)
205/55 R16: Abrollumfang 1927mm (+32mm zu 215/50R16 = +1,7%)

Quelle: Die richtigen Auto- und Motorradreifen finden - Bridgestone Deutschland


Da es für die 205/55R16 eine Unbedenklichkeitsbescheinigung gibt, für
die man keine Tachovergleichsmessung braucht, der Abrollumfang aber
sogar noch schlechter als bei 225/50 R16 ist, kann man versuchen, mit
dieser Argumentation beim TÜV um die Tachovergleichsmessung
herumzukommen.


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